Hirntumor operieren: So funktioniert Neuronavigation

Pressemitteilung von: Diakonie Klinikum Jung-Stilling-Krankenhaus Neurochirurgische Klinik
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(Artikel vom 30.08.2023) SIEGEN. Hirntumoren werden nach Möglichkeit operiert. Die Herausforderung besteht darin, denkbar viel Tumorgewebe zu entfernen, ohne dabei funktionell wichtiges Hirngewebe zu beschädigen. Um den Tumor leicht aufzufinden und Tumor- von gesundem Gewebe zu unterscheiden, gibt es heutzutage technische Hilfsmittel, die oft kombiniert zur Anwendung kommen. Die Neurochirurgen in Siegen um Chefarzt Prof. Dr. Veit Braun nutzen dafür vor allem die sogenannte Neuronavigation, aber auch fluoreszenzgestütze Verfahren und intraoperatives Monitoring.

Welche Vorteile bietet die Neuronavigation bei der Operation eines Hirntumors?

Die Diagnose "Hirntumor" ist für viele Betroffene ein Schlag und löst verständlicherweise Ängste aus. Viele dieser Tumoren lassen sich allerdings heute sehr gut behandeln. Ist eine Operation möglich, wird der Neurochirurg versuchen, möglichst viel Tumormasse zu entfernen. Dabei muss er jedoch bestimmte Hirnbereiche schonen, damit der Patient auch nach der Operation beispielsweise noch sprechen, sich erinnern oder gezielt bewegen kann.
Die Neuronavigation kombiniert verschiedene technische Verfahren und verhilft so zu einem besonders zielgenauen und schonenden Operieren. Dazu werden im Vorfeld aufgenommene Bilder vom zum operierenden Gebiet während der Operation auf den Patienten projiziert. So weiß der Operateur sogar ohne Sicht, wo im Gewebe sich seine OP-Instrumente gerade befinden.

Patienten mit einem Hirntumor kommen auch aus Dortmund und Bochum für die Operation nach Siegen

"Aufgrund unserer hochwertig ausgestatteten OP-Säle und unserer langjährigen Erfahrung in der Operation von Hirntumoren konnten wir bereits viele Patienten optimal behandeln", sagt Prof. Veit Braun. "Wir planen schon vor der OP den optimalen Zugang zum Tumor mit Hilfe von KI generierten Bildern und AR Brillen und markieren seine Grenzen, um ihn später präzise herausschneiden zu können. Zugleich gelingt es uns so, nur wenig gesundes Gewebe zu schädigen. Durch spezielle bildgebende Verfahren, wie der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) oder der Positronenemissionstomographie (PET) können im Vorfeld sogar funktionell wichtige Hirnbereiche dargestellt werden, um sie schützen zu können", erklärt der Facharzt.
Diakonie Klinikum Jung-Stilling-Krankenhaus Neurochirurgische Klinik

Diakonie Klinikum Jung-Stilling-Krankenhaus Neurochirurgische Klinik
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Professor Dr. med. Veit Braun ist Chefarzt an der Neurochirurgie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen. Kopfoperationen wie bei Hirntumor, Aneurysma, Angiom oder Jannetta werden in hochmodernen Operationssälen mit 3D-Bildwandler, Neuronavigation, Fluoreszenz und Neuromonitoring durchgeführt. Das gesamte Spektrum der modernen Neurochirurgie wird geboten. Das ärztliche Team der neurochirurgischen Abteilung innerhalb des Klinikums besteht aus 13 Mitarbeitern, von denen 6 Fachärzte für Neurochirurgie sind.
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