Makaronesische Inseln: Paradies für Touristen und Mythologie

Tourismus, Reisen | Holger Fischer
Makaronesische Inseln: Paradies für Touristen und MythologieMakaronesische Inseln (Makaronesien)

Die Makaronesischen Inseln, auch Makaronesien genannt, sind eine einzigartige Region im östlichen Zentralatlantik, die aus fünf vulkanischen Inselgruppen besteht: Azoren, Madeira, Kanaren und Kapverden. Der Name „Makaronesien“ leitet sich aus dem Altgriechischen ab – makários bedeutet „gesegnet“, „glücklich“ oder „selig“, und nēsos steht für „Insel“. Somit bezeichnet der Begriff „Inseln der Glückseligen“ die Region, die seit alters her mit dem mythischen Elysion (römisch Elysium) in Verbindung gebracht wird, einem Ort der Seligkeit jenseits des Mittelmeers.

Namensgebung

Die Namensgebung ist eng mit der griechischen Mythologie verknüpft. Makaria, die Tochter des Hades >> und vermutlich der Persephone >>, ist in der griechischen Mythologie die Göttin vom gesegneten Tod. Sie verkörpert den glückseligen Übergang ins Jenseits und wird als Euphemismus für den Tod verwendet – statt in „Elend und Verdammnis“ zu kommen, spricht man von „Glückseligkeit zu erlangen“. Ihre Verbindung zu den Inseln liegt in der mythischen Vorstellung der Makárōn nēsoi („Inseln der Seligen“), die als Heimat der Helden und Heldinnen gelten, die im Leben mutig ihr Leben riskierten. Die Makaronesischen Inseln wurden nach dieser Göttin benannt, da sie als eponyme Heldin die Namensgebung der „glückseligen Inseln“ begründet. Diese Verbindung wird durch die Suda, das umfangreichste byzantinische Lexikon, belegt, in der Makaria nur einmal erwähnt wird – als Symbol für einen gerechten und seligen Tod.

Außergewöhnliche Biogeographie

Die Inseln zeichnen sich nicht nur durch ihre mythologische Bedeutung aus, sondern auch durch ihre außergewöhnliche Biogeographie. Trotz großer Entfernungen zwischen den einzelnen Gruppen zeigen sie eine bemerkenswerte Ähnlichkeit in der Tier- und Pflanzenwelt, insbesondere durch einen hohen Anteil an Endemiten und den charakteristischen Lorbeerwald (Laurisilva) in den höheren Lagen. Die Verwendung des Begriffs „Makaronesien“ wurde im 19. Jahrhundert von dem Botaniker Philip Barker Webb geprägt, der die Inseln in seiner wissenschaftlichen Arbeit Histoire naturelle des Îles Canaries als Nachfolger der antiken Vorstellung vom Paradies für Helden und Heldinnen (Elysion / Elysium) beschrieb. Heute gelten diese Inseln als Paradies für Touristen.

Fazit

Die Makaronesischen Inseln sind somit einzigartig: Ein geografisches, biologisches und kulturelles Phänomen, das tief in der griechischen Mythologie verwurzelt ist und bis heute als Symbol für Glück, Seligkeit und natürliche Schönheit gilt.

Zur Webseite:

Makaria, Göttin vom gesegneten Tod >> (Bildquelle: KI)

13. März 2026 | ID: 31528 | Artikel löschen
Holger Fischer

Holger Fischer
Compesmühlenweg 129
41065 Mönchengladbach
Deutschland

webmaster@info-allerlei.de
https://www.mythologie-antike.com
Für den Inhalt des Artikels ist allein der verantwortlich. devAS.de (Betreiber dieser Webseite) distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen.
S-IMG

Weitere Artikel in "Tourismus, Reisen"