Von der antiken Göttin Horme zur modernen Bildung

Medizin, Gesundheit, Wellness | Holger Fischer
Von der antiken Göttin Horme zur modernen BildungVon der antiken Göttin Horme zur modernen Bildung: Ein tieferer Blick auf Aktivität, Hormone und die Montessori-Philosophie

Die Entdeckung des menschlichen Drangs zur Bewegung und zum Handeln, reicht weit zurück – bis in die griechische Mythologie. Die Göttin Horme personifiziert den energetischen Impuls, den „Schwung“, der ein Handeln erst ermöglicht. In der antiken Vorstellung war sie die Gegenspielerin der Aergia, der Trägheit, und verkörperte den unstillbaren Drang, sich in Bewegung zu setzen – sei es im Krieg >>, bei der Arbeit oder im kreativen Schaffen. Laut Überlieferungen gab es sogar einen Altar in Athen >>, der ihr gewidmet war, was ihre zentrale Rolle im antiken Denken unterstreicht.

Der Begriff Hormon

Diese archaische Vorstellung fand in der modernen Wissenschaft eine überraschende Fortsetzung: Der Begriff „Hormon“ leitet sich direkt vom altgriechischen Wort Horme ab. Der britische Physiologe Ernest Henry Starling prägte 1905 den Begriff, um chemische Signale im Körper zu beschreiben, die die Körperfunktionen koordinieren – also „antriebsstoffartig“ wirken. Hormone beeinflussen Stoffwechsel, Wachstum, Entwicklung und Verhalten. So ist der Begriff „Horme“ nicht nur mythologisch, sondern auch biologisch fundamental.

Montessori-Pädagogik

Diese Verbindung zwischen antikem Konzept und moderner Wissenschaft, wird besonders in der Montessori-Pädagogik sichtbar. Maria Montessori griff das Konzept der inneren Aktivität – des „Drangs, sich selbst zu konstruieren“ – auf, das sie als Ausdruck der Göttin Horme verstand. Für sie war das Kind kein passives Wesen, sondern ein aktives, von einem natürlichen Impuls getrieben. Dieser innere Antrieb, der Horme entspricht, ist das Fundament der Montessori-Methode: Lernen durch eigenständiges, sinnvolles Tun in einer strukturierten Umgebung.

Fazit

Heute, in einer Zeit, in der Burnout und Erschöpfung zunehmen, wird die Balance zwischen Horme und ihrer Gegenspielerin Aergia (Trägheit) wichtiger denn je. Die Montessori-Schule zeigt, dass eine Bildung, die den natürlichen Antrieb des Kindes respektiert, nicht nur leistungsfähiger, sondern auch nachhaltiger ist. Die Göttin Horme, die einst die Schlachten erregte, ist heute der geheime Motor eines ganzheitlichen Lernens – ein Symbol für die Kraft der Aktivität, die in uns allen schlummert.

Zur Webseite:

Horme, Göttin der Aktivität >> (Bildquelle: KI)

21. Februar 2026 | ID: 30954 | Artikel löschen
Holger Fischer

Holger Fischer
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