
München, 11. Oktober 2026. Zum Internationalen Mädchentag der Vereinten Nationen veröffentlicht die Münchner Produktionsfirma bubu film den Kurzfilm „Let Girls be Girls.“ von Regisseurin und Kamerafrau Marie Wald. Partner der Kampagne ist die Hilfsorganisation CARE Deutschland e.V.
Der Film stellt einen gewöhnlichen Schultag dem gegenüber, was Millionen Mädchen weltweit genommen wird. Daraus leitet sich der Titel der Kampagne ab: „Every Girls deserves a School Day. Not a Wedding Day.“ – jedes Mädchen hat einen Schultag verdient, statt im Schulalter zur Hochzeit gezwungen zu werden.
Jedes Jahr werden weltweit rund 12 Millionen Mädchen verheiratet, bevor sie 18 Jahre alt sind. Etwa jede fünfte junge Frau zwischen 20 und 24 Jahren wurde als Kind verheiratet. Insgesamt leben heute rund 650 Millionen Frauen und Mädchen, die vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet wurden.¹ Eine Kinderehe bedeutet häufig das Ende der Schulzeit und geht mit frühen Schwangerschaften und einem erhöhten Gewaltrisiko einher. Bildung gilt als einer der wirksamsten Wege, Kinderehen zu verhindern.¹ ²
„Vor einigen Monaten habe ich über Kinderehen im Iran gelesen. Das hat mich tief bewegt“, sagt Marie Wald. „Ich wollte diesen Film machen, weil mich dieser Kontrast nicht losgelassen hat: wie viel ein gewöhnlicher Schultag in sich trägt – die Möglichkeit zu lernen, Freundschaften zu schließen, herauszufinden, wozu man fähig ist, und sich vorzustellen, wer man werden möchte.“
Die Darstellerinnen des Films sind Schülerinnen unterschiedlichen Alters aus Deutschland. In zwei begleitenden Interviews erzählen sie, was Schule für sie bedeutet, was sie gerne lernen und wie sie sich ihre Zukunft vorstellen.
„In Zeiten vieler gleichzeitiger Krisen richtet sich die öffentliche Aufmerksamkeit auf immer neue Brennpunkte. Strukturelle Ungerechtigkeiten wie Kinderehen, die Millionen Mädchen jedes Jahr betreffen, geraten dabei aus dem Blick. Der Internationale Mädchentag ist ein Anlass, sie wieder sichtbar zu machen. Mit diesem Film wollten wir zeigen, wie viel in einem Tag steckt, den wir für selbstverständlich halten“, sagt Leon Morelli, Producer bei bubu film. „Dieser Film ist durch die beste Ressource der Welt entstanden: Gemeinschaft. Mit CARE Deutschland haben wir einen Partner gefunden, der sich seit Jahrzehnten für Mädchen und ihre Rechte einsetzt. Wir sind sehr dankbar für ihre Stimme und ihre Offenheit – und allen Partnerinnen und Partnern, die diese Produktion möglich gemacht haben.“
Die Kampagne umfasst den Film, zwei Interviews mit den Darstellerinnen und Hintergrundinformationen zu Kinderehe. Sie ist ab dem 11. Oktober auf der Kampagnenseite letgirlsbegirls.org abrufbar, deren Name den Kern der Kampagne zusammenfasst: Mädchen sollen Mädchen sein dürfen. Die Kampagne ruft dazu auf, Film und Interviews zu teilen, über das Thema zu sprechen und die Arbeit von CARE zu unterstützen.
Über den Film
„Let Girls be Girls.“
Regie & Kamera: Marie Wald
Produktion: Leon Morelli, Henri Nunn (bubu film)
Schnitt: Sabrina Norte
Musik: Ege Ateslioglu
Laufzeit: 1:35 Min.
Format: 4:3
Produziert in München mit freundlicher Unterstützung von HFF München, neues tanzen Starnberg, Ludwig Verleih, Kodak und slash.digital.
Über CARE Deutschland
CARE arbeitet mit Mädchen, Familien und Gemeinden daran, Kinderehen zu verhindern und ihre Ursachen zu bekämpfen. Durch Bildung, politische Arbeit und Programme, die schädliche soziale Normen hinterfragen, hilft CARE Mädchen, in der Schule zu bleiben, ihre Rechte zu kennen und ihre eigene Zukunft zu gestalten.
www.care.de
Über Marie Wald
Marie Wald ist Kamerafrau und Regisseurin mit Wurzeln in Deutschland und Mexiko. Sie arbeitet international an Dokumentar-, Fiction- und Werbeprojekten und interessiert sich besonders für intime menschliche Geschichten und gesellschaftliche Realitäten von Frauen, Mädchen und unterrepräsentierten Gemeinschaften. 2025 war sie für „Via Danisinni“ für den Deutschen Kamerapreis nominiert.
www.mariewald.com
(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)
(Bildquelle: )
12. Oktober 2026 | ID: 36168 | Artikel löschen
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Filmproduktion