
von Siegfried Schmidt Koenig/Mark Bellinghaus-Raubal, Saturdays for Children & SAW (Sexually Abused Worldwide)
Im Vorfeld zu einem absoluten Novum in der 150-jährigen Geschichte der Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele, nämlich der allerersten Aufführung von Richard Wagners (1813 - 1883) Oper "
Rienzi", plante Bayreuths Festspielführung eine
Gedenkveranstaltung. Vollkommen logisch, dachte ich mir, da "Renzi, der Letzte der Tribunen" bekanntermaßen
Adolf Hitlers Lieblingsoper war. Und deshalb macht eine Gedenkveranstaltung, auf der den jüdischen Opfern Bayreuths gedacht wird, klar und deutlich Sinn, oder etwa nicht?
Sinneswandel oder ganz einfach nur Angst vor Protesten?
Zuerst wurde er ein, dann wurde er ausgeladen. Letztendlich, und selbstverständlich mit sogar persönlicher Entschuldigung wieder eingeladen.
Die Rede ist von
einer der lautesten und weltweit wichtigsten Stimmen gegen Antisemitismus:
Prof. Michel Friedman, Jurist, Multitalent und
Mensch - nach dem Vorbild, das uns die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer (1921 - 2025), so einzigartig, verständlich und einleuchtend beschrieben, und von uns allen gewünscht, bzw. erhofft hatte.
"Seid Menschen!" -Margot Friedländer am 04.04.2025 in Münster
Richard Wagner und seine sehr spezielle Musik, die einen träumen lässt, und die nicht umsonst von Hollywood kopiert und millionenfach nachgeahmt wurde, ist mal wieder auf dem Prüfstand angekommen.
Der letzte Stand der Dinge, laut Presse sieht so aus, dass Herr Friedman die persönliche Entschuldigung der Richard-Wagner-Urenkelin akzeptierte und nun doch kommt. Am 26.07.2026 wird er also vormittags eine herzliche Gedenkveranstaltung halten.
Für die ich mir als Künstler eine Art "Zeichen der Versöhnung" ausgedacht habe.
Ich würde sehr gerne Frau Prof. Katharina Wagner einen bemalten Friedensflügel mit den einfachen, jedoch passenden Initialen RW und dazu die Nummer 150, was das Jubiläum 150 Jahre Bayreuther Festspiele reflektiert, zu dieser wichtigen Gedenkveranstaltung mitbringen und übergeben.
Als Pendant bekommt Herr Friedman von mir natürlich ebenfalls einen Flügel auf dem ganz einfach geschrieben steht: Mensch.
Diskussionen zum Thema "Richard Wagner der Antisemit" sind existenziell. Besonders in dieser Zeit, wo die politische Strömung in eine Richtung zu fließen scheint, die verdammt stark nach einer Art ungesundem "DEJA VU" riecht.
Dass Israel ein Richard Wagner-Aufführungsverbot ins Leben gerufen hat, Leute, das hat seine guten Gründe.
Aber auch hier könnten Diskussionen helfen, dieses Verbot ad absurdum erklären zu lassen.
Denn meiner Meinung nach ist gerade diese wundervolle Musik eines Meisters der Meister der Klassik so betörend, dass ich dafür hier keine passenden Worte finde. Muss ich mich dafür jetzt schämen. Nein, ganz und gar nicht.
Ich bin ein Richard-Wagner-Verehrer aber dennoch verstehe ich alle jene Stimmen, die mit Wagners Musik nichts anfangen können.
Richard Wagner konnte ja schließlich nichts dafür, dass Adolf Hitler sein Werk missbrauchte. Für unzählige NS-Wochenschauen und Aufmärsche der Parteitage der NSDAP.
Auch deshalb treffen wir uns mit Prof. Michel Friedman und lauschen seinen wichtigen Worten. Weil seine Familie, sein Volk betroffen war, so wie es seit der Tötungsmaschinerie, die Adolf Hitler und seine Helfer in Gang setzten, auch unser Volk betrifft.
Immer betreffen wird.
Denn das sind wir nicht nur Margot Friedländer, Sophie & Hans Scholl, Anne & Margot Frank, meiner Freundin Eva D. Brown (1924 - 2010) meine Freundin, eine ungarische Jüdin die Auschwitz überlebte, nur weil sie ein Musikinstrument in der KZ-Band spielte, Dietrich Bonhoeffer, und die weit über 6 Millionen Jüdinnen und Juden die von den Nazis vergast wurden. Alle weit über 50 Millionen Menschenleben, die ausgelöscht wurden, weil ein Mann größenwahnsinnig wurde, und erst Deutschland, dann Europa, und schließlich die gesamte Welt erobern wollte.
Es wäre wirklich ein riesiger Schritt in die richtige Richtung, wenn sich Herr Prof. Michel Friedman, der "ein/aus/eingeladene" Ehrengast und Sprecher, und Frau Prof. Katharina Wagner, Richard Wagner-Urenkelin, die mächtige Intendantin und Leiterin der weltberühmten Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth, dazu bereit erklären würden, von mir, einem Künstler, im Sinne des Friedens und als "Zeichen der Versöhnung" sich mit zwei simplen Kunstwerken beschenken zu lassen.
Der Oberbürgermeister von Kiev, Vitali Klitschko (2023), das Künstlergenie Markus Lüpertz (2024), und nicht zuletzt auch die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer (2025), haben sich laut u. sichbar über meine sogenannten Friedensflügel gefreut. Vielleicht tragen sie ja zur besseren Verständigung zwischen Frau Wagner und Herrn Friedman bei?
NIE WIEDER IST GERADE JETZT!
Video zu Richard Wagners "
Rienzi" von Siegfried Schmidt Koenig/Mark Bellinghaus-Raubal, 2026
(Bildquelle: Kunstcollage von Siegfried Schmidt Koenig/Mark Bellinghaus-Raubal, 2026)
01. Juli 2026 | ID: 34078 | Artikel löschen
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