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Freshworks Cost of Complexity Report 2026, für den weltweit 12.021 IT-Entscheider befragt wurden, zeichnet für Deutschland ein klares Bild: Die Investitionsbereitschaft ist hoch, doch bis KI im Arbeitsalltag tatsächlich Nutzen bringt, vergeht vergleichsweise viel Zeit. Für viele IT-Verantwortliche wird KI damit nicht nur zum Werkzeug oder Teil der Unternehmensstrategie, sondern auch zu einer Quelle zusätzlicher Komplexität und Risiken.
Viel Investition, langsame Umsetzung
83 Prozent der IT-Verantwortlichen im deutschen Mittelstand wollen ihre KI-Investitionen in den kommenden zwölf bis 24 Monaten erhöhen. Im Schnitt erwarten die Unternehmen in den nächsten zwei Jahren einen Produktivitätsgewinn von 13 Prozent.
Die Umsetzung hält mit diesen Erwartungen allerdings nicht Schritt. 61 Prozent der mittelständischen Unternehmen geben an, dass die Einführung von KI sechs bis zwölf Monate dauert – der höchste Anteil unter den sechs untersuchten Märkten.
Viele Unternehmen haben den Schritt vom Pilotprojekt in den produktiven Einsatz noch nicht geschafft. 43 Prozent befinden sich weiterhin in der Pilotphase oder haben KI bislang nicht in nennenswertem Umfang eingeführt. Nur sieben Prozent haben KI bereits in mehrere zentrale Geschäftsbereiche integriert. In Indien liegt dieser Anteil zum Vergleich bei 36 Prozent. Bei 47 Prozent der deutschen Unternehmen vergehen außerdem sechs bis acht Monate von der formalen Freigabe einer neuen KI-Initiative bis zum ersten Einsatz.
Komplexität bindet Ressourcen
Die langsame Einführung ist dabei nur ein Teil des Problems. Weltweit verlieren Unternehmen im Durchschnitt 25 Prozent ihres KI-Budgets durch die Komplexität von Tools, Workflows und Governance-Strukturen.
Auch die IT-Teams spüren diesen Aufwand. In Deutschland fließen 27 Prozent ihrer KI-bezogenen Arbeitszeit in Integrationen, Fehlerbehebung und den Umgang mit Komplexität statt in strategische KI-Arbeit. Hinzu kommt, dass klare Regeln vielerorts noch fehlen: Nur 24 Prozent der Unternehmen verfügen über einen formalen KI-Governance-Rahmen, der konsequent angewendet wird. Bei weiteren 47 Prozent ist ein solcher Rahmen nur teilweise vorhanden oder wird uneinheitlich genutzt.
Beim Aufbau ihrer KI-Fähigkeiten greifen deutsche Unternehmen überwiegend auf bestehende Lösungen zurück: 60 Prozent kaufen KI-Funktionen ein, 25 Prozent entwickeln sie selbst. Auffällig ist außerdem der vergleichsweise geringe Druck aus der Führungsebene. Nur 18 Prozent berichten von erheblichem Druck, KI-Ergebnisse zu liefern – weniger als in jedem anderen untersuchten Markt und unter dem weltweiten Durchschnitt von 27 Prozent.
Vom KI-Investment zum konkreten Nutzen
Entscheidend ist deshalb, KI möglichst schnell dort einzusetzen, wo sie im Arbeitsalltag konkret entlasten kann. Das können Aufgaben sein, die viel Zeit kosten – etwa das Sortieren eingehender Anfragen oder die Suche nach Informationen, die zur Lösung eines Problems benötigt werden.
Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt der deutsche Outdoor-Händler Bergzeit. Das Unternehmen setzt im Kundenservice Lösungen von Freshworks ein. Ein KI-Agent bearbeitet dort wiederkehrende Anliegen rund um Bestellungen und Rechnungen. „Mit Agentic Workflows kann unser KI-Agent solche Anliegen in Sekundenschnelle bearbeiten, sodass sich unsere Mitarbeiter auf komplexe Fälle konzentrieren können“, so Thomas Huemer, Team Lead Customer Operations bei Bergzeit.
Für deutsche Unternehmen kommt es damit darauf an, aus ihren KI-Investitionen schneller praktischen Nutzen im Arbeitsalltag zu schaffen.
Den vollständigen Report lesen Sie
hier.
Quelle: Freshworks Cost of Complexity Report, 2026
(Bildquelle: @ Freshworks)
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28. September 2026 | ID: 35824 | Artikel löschen