
Pulheim, September 2026. Drei Sackgassen, ein neuralgischer Knotenpunkt und nur zehn Tage Zeit: Der Umbau der Kreuzung Venloer Straße / Steinstraße / Johannisstraße - im Volksmund „Kölner Tor" genannt - zu einem vierarmigen Kreisverkehr stellt Pulheim vor eine echte Bewährungsprobe. Möglich wird die reibungslose
Verkehrssicherung während der Bauphase durch ein detailliert abgestimmtes Verkehrslenkungskonzept der LöKa-Verkehrsabsicherungs GmbH.
Ein Knotenpunkt mit Symptomen
Schon vor Baubeginn war der Knotenpunkt für seine Staus zur Hauptverkehrszeit bekannt. Seit August 2026 wird er nun zum vierarmigen Kreisverkehr umgebaut – eine Maßnahme, die eine vollständige Sperrung des gesamten Kreuzungsbereichs erforderlich machte. Für Anwohner, Gewerbetreibende und den überörtlichen Verkehr auf der L183 bedeutete das zunächst eine erhebliche Zäsur: An allen drei gesperrten Straßenästen entstanden Sackgassen, die dennoch für Baustellenbeteiligte, Anlieger sowie Kunden der ansässigen Betriebe erreichbar bleiben mussten.
Verkehrssicherung mit zwei Geschwindigkeiten
Das Herzstück des Konzepts ist eine klare Trennung der Verkehrsströme: Schwerlast- und Durchgangsverkehr auf der L183 wird bereits in den umliegenden Ortschaften frühzeitig erkannt und großräumig umgeleitet, noch bevor er in die Nähe der Baustelle gelangt. Wer dagegen tatsächlich in den Pulheimer Ortskern will, wird kleinräumiger über den Ortsteil Geyen geführt. Rund 20 zusätzliche Vorwegweiser und Hinweistafeln sorgen dafür, dass Verkehrsteilnehmer nicht erst unmittelbar an der
Baustellenabsicherung, sondern schon deutlich vorher auf die neue Streckenführung aufmerksam werden.
Damit die ansässigen Gewerbebetriebe trotz Sackgassen nicht ins Abseits geraten, wurden entlang der Hauptverkehrsachsen zusätzliche temporäre Parkflächen geschaffen – insgesamt rund 15 neue Stellplätze, die den Wegfall gewerblich genutzter Parkmöglichkeiten im Baustellenumfeld zumindest teilweise auffangen.
Busverkehr, Feuerwehr und eine Ampel, die mitdenkt
Auch der öffentliche Nahverkehr musste in das Konzept integriert werden: Für die Busumleitungen wurden eigene Fahrwege freigehalten, ergänzt durch temporäre Halteverbotszonen, damit parkende Fahrzeuge nicht zum Nadelöhr für den Begegnungsverkehr werden. Gleiches gilt für die Feuerwehr, deren jederzeitige Erreichbarkeit oberste Priorität hatte: Eine alternative Einsatzroute wurde gemeinsam mit den zuständigen Stellen festgelegt und in Fahrversuchen der Feuerwehr getestet.
Für zusätzliche Verkehrsspitzen, die durch die Umleitung am Knotenpunkt Sintherner Straße / Von-Frentz-Straße / Frechener Straße entstehen, wurde eine bedarfsgesteuerte, temporäre Lichtsignalanlage installiert. Sie greift gezielt bei drohendem Rückstau auf der Frechener Straße ein und unterbricht kurzzeitig die Vorfahrt der übrigen Verkehrsströme – eine flexible Ergänzung zur klassischen Beschilderung, die Rückstau situationsabhängig statt starr reguliert.
Zehn Tage, viele Beteiligte, ein Konzept
Was das Projekt besonders macht, ist weniger die einzelne Maßnahme als das Zusammenspiel: Zwischen Auftragserteilung und der tatsächlichen Einrichtung der Verkehrssicherung lagen nur rund zehn Tage. In dieser Zeit mussten Planung, Abstimmungen, Ortstermine und die konkrete Umsetzung der Sperr- und Umleitungsmaßnahmen unter einen Hut gebracht werden - bei gleichzeitiger Berücksichtigung der teils gegenläufigen Interessen von Anwohnern, Gewerbetreibenden, Busbetrieben, Feuerwehr und Baustellenverkehr
Dank für die Zusammenarbeit
Das Verkehrssicherungsunternehmen LÖKA bedankt sich ausdrücklich bei der zuständigen Behörde für die enge, vertrauensvolle und fachlich kompetente Zusammenarbeit. Kurzfristige Abstimmungen und gemeinsame Ortsbegehungen haben es ermöglicht, zusätzliche Konfliktbereiche frühzeitig zu erkennen und notwendige Anpassungen unmittelbar in die Planung einfließen zu lassen. Auch im weiteren Bauverlauf setzt sich diese kontinuierliche Abstimmung fort, damit die Verkehrsführung am „Kölner Tor" auch bei sich ändernden Anforderungen sicher und leistungsfähig bleibt.
Der Umbau am „Kölner Tor" zeigt exemplarisch, was
eine durchdachte Verkehrssicherung unter Zeitdruck leisten kann – wenn
Umleitungsplanung, Beschilderung, Sonderlösungen für Bus und Feuerwehr sowie
eine bedarfsgesteuerte Ampel ineinandergreifen und alle Beteiligten an einem
Strang ziehen.
(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)
(Bildquelle: )
04. September 2026 | ID: 35392 | Artikel löschen
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