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Deutschland braucht eine Regulierungspause

09. Dezember 2015 | ID: 82953

Deutschland braucht eine RegulierungspauseSonst werden wir den digitalen Wandel nicht schaffen - Regulierung von Werkverträgen und Zeitarbeit gilt als Angriff auf eine ganze Branche

Ludwigsburg, 9. Dezember 2015. "Deutschland braucht eine Pause bei der Regulierung der Wirtschaft. Es wäre gut, wenn Arbeitsministerin Andrea Nahles sich darauf konzentrieren würde, wie wir die Herausforderung der Industrie 4.0 stemmen können. Statt sich um die Arbeitsplätze von morgen zu kümmern, dreht die Regierung an der Regulierungsschraube. Nach der Rente mit 63 und dem Mindestlohn hätten alle eine Verschnaufpause gebraucht. Doch Frau Nahles lässt nicht locker. Ihr Gesetzesentwurf zur Zeitarbeit darf so nie Wirklichkeit werden. Sonst regulieren wir uns in den Abschwung", sagt Michael Zondler, Geschäftsführer des Personalberatungsunternehmens centomo.

"Die geplante Regulierung von Werkverträgen und Zeitarbeit begreifen wir Personaldienstleister als Angriff auf eine ganze Branche. Mit rund 1,9 Prozent sind Selbstständige zwar ein kleiner, aber wichtiger Teil des Arbeitsmarktes, welcher in Zukunft an Bedeutung zulegen wird. Die relativ geringe Zahl derjenigen, die als Selbständige tätig sind, zeigt auch, dass sich hier Bürokraten und Durchregulierer nicht hemmungslos austoben sollten. In vielen hochspezialisierten Branchen ist das Outsourcing von Dienstleistungen unabdingbar. Wer diese Realität nicht anerkennt, erweckt den Eindruck, den Menschen die Freiheit zu nehmen, die aus voller Überzeugung als Selbständige tätig sind", sagt der centomo-Chef.

Nach den Plänen des Arbeitsministeriums dürfen Zeitarbeiter künftig nur noch maximal 18 Monate in einem Betrieb beschäftigt sein. Nach spätestens neun Monaten sollen sie einen Anspruch auf den gleichen Lohn wie ihre festangestellten Kollegen haben. Bei Verstößen drohen laut FAZ drakonische Strafen. Fester könne man die "Daumenschrauben kaum anziehen".

"Die Kanzlerin hat erkennen lassen, dass ihr die geplante Regulierung der Werkverträge zu weit geht. Aus unserer unternehmerischen Praxis wissen wir, dass IT- und Engineering Projekte nicht in das starre Zeitkorsett der Ministerin passen. Sie dauern oft länger als die vorgeschriebenen 18 Monate. Folgt man dem Gesetzentwurf, heißt das, dass man in einem laufenden Projekt, das vielleicht 20 Monate dauert, dann die Experten austauschen muss, um drakonischen Strafen zu entgehen? Das ist doch ein Gesetzentwurf aus Absurdistan. Angesichts des Mangels an hochqualifizierten IT-Fachkräften ist ein solches Vorgehen nicht praktikabel. Den Vorschlag der Bitkom, die Digitalbranche vollständig von den Neuregelungen auszunehmen und die Gesetzesreform auf jene Branchen zu konzentrieren, in denen wirkliche prekäre Arbeitsverhältnisse vorkommen, halten wir für besser", so Zondler.

"Wir laden Frau Nahles herzlich ein, uns in unseren Büros in Ludwigsburg und London zu besuchen. Dann kann sie sich ein Bild davon machen, wie unsere Branche funktioniert. Und wenn sie mit unseren Kandidaten spricht, wird sie feststellen: Sie haben sich bewusst entschieden, als Experten auf Zeit grenzüberschreitend und über alle Zeitzonen hinweg tätig zu sein. Sie wollen nämlich nicht, wie es die FAZ formuliert hat, "jeden Morgen ins gleiche Büro (...) gehen und am betriebseigenen Kaffeeautomaten stehen." Es lassen sich eben nicht alle über einen bürokratischen Leisten scheren."

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