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Beim Jobwechsel kommt es auf den Faktor Mensch an

27. August 2015 | ID: 71568

Beim Jobwechsel kommt es auf den Faktor Mensch anPersönliche Kontakte und Personalberater sind wichtiger als soziale Netzwerke

Von Ansgar Lange +++ "Beim Jobwechsel kommt es entscheidend auf den Faktor Mensch an. Arbeitnehmer in Europa erfahren von ihrer neuen Stelle zuerst über persönliche Kontakte und Empfehlungen sowie über Personalberatungen", kommentiert der Personalexperte Michael Zondler die Ergebnisse der Studie "Stellenwechsel in Europa: Gründe und Wege". Das berufliche Netzwerk LinkedIn hatte über 2.900 Arbeitnehmer in verschiedenen europäischen Ländern - darunter auch Deutschland - zu den Gründen für ihren Stellenwechsel befragt. Zondler, Geschäftsführer des Personalberatungsunternehmens centomo recruitment & interim http://www.centomo.de, findet es interessant, dass der persönliche Faktor beim Jobwechsel mehr Bedeutung hat als berufsbezogene soziale Netzwerke oder Stellenbörsen im Internet.

Big is beautiful? - Es kommt nicht unbedingt auf die Größe an

"Unternehmen können einige Lehren aus der Umfrage ziehen. Manche mag überraschen, dass beim Gewinnen qualifizierter Talente kleine und mittelständische Unternehmen derzeit die Nase vorn haben. Große Firmen in Europa haben hier das Nachsehen. Dies ist insbesondere für unsere mittelständisch geprägte Wirtschaftskultur wichtig", so Zondler, dessen Unternehmen von Focus-Spezial jüngst zu einem der Wachstumschampions 2016 gekürt wurde. Das Nachrichtenmagazin Focus hatte zusammen mit dem Online-Statistik-Portal Statistia http://www.statista.com die 500 Unternehmen mit dem größten Unternehmenswachstum zwischen 2011 und 2014 gesucht.

"Menschen, die sich beruflich neu orientieren wollen, sind in erster Linie an größeren Aufstiegschancen und einer anspruchsvolleren Tätigkeit interessiert. Diese beiden Aspekte sind wichtiger als das Gehalt. Die Kommunikation über das eigene Unternehmen ist das A und O beim Werben um die richtigen Talente. Ein Stellenwechsel misslingt oft dann, wenn Arbeitnehmer im Unklaren darüber sind, welche Aufgaben sie beim potenziellen neuen Arbeitgeber erwarten. Und viele reagieren frustriert, wenn sie auf Bewerbungen keine Rückmeldungen erhalten. Hier können Unternehmen durch den Einsatz von Recruitern gegensteuern. Die persönliche Ansprache von möglichen Kandidaten und ein professionelles Bewerber-Management sind hier extrem wichtig", so der centomo-Chef.

Das eigene Unternehmen als Talentmarke darstellen

Dass 44 Prozent der Befragten angeben, dass ihr Arbeitgeber ihren Weggang hätte verhindern können, nimmt die Arbeitgeber in die Pflicht und bietet gleichzeitig Chancen, die eigenen Bestandsmitarbeiter zu sichern. "Neue Talente gewinnt man, indem man das eigene Unternehmen transparent als eine Talentmarke darstellt, die auch Arbeitnehmer anderer Unternehmen anspricht. Und die eigenen besten Mitarbeiter bindet man langfristig an das eigene Unternehmen, indem das Management die Leistung dieser Talente permanent würdigt und wertschätzt. Ein kleines Dankeschön für erbrachte Leistung kann Wunder wirken und steigert die Loyalität zum Unternehmen", so Zondler abschließend.

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