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Biogas: Wichtiger denn je?

13. Juli 2018 | ID: 152022

Biogas: Wichtiger denn je?Die Erzeugung von Bioenergie hat eine Sonderstellung für die Energiewende. Während die Energiegewinnung aus Sonne und Wind vom Wetter abhängt, kann Bioenergie kontinuierlich produziert werden. Die wichtigsten Mitarbeiter der Bioenergiebranche arbeiten rund um die Uhr. Das sind die Mikroorganismen. Ohne diese kleinen Helfer geht nichts in den Gärbehältern der Biogasanlagen, wo eine braune Biobrühe vor sich hin gärt. Ganz allgemein taugen Energiepflanzen, Reststoffe, Gülle oder Biomüll zur Energieerzeugung. Anschließend wird das Rohbiogas in der Biogas-Aufbereitungsanlage zu Biomethan veredelt und ins Erdgasnetz eingespeist. "Dem kommt das riesige Erdgasnetz in Deutschland mit circa 245.000 km Leitungslänge, zahlreichen Gasspeichern und einer Kapazität von 200 Terrawattstunden, entgegen", erklärt Harald Felker, Geschäftsführer der UDI Bioenergie, die für den Finanzdienstleister UDI Biogasanlagen projektiert. "Biogas braucht also weder Stromtrassen noch spezielle Speicher. Überall dort, wo es sinnvolle Verwendung findet, kann das Biomethan dann aus dem Gasnetz entnommen werden. Ob es Erdgas ersetzt und als Brennstoff dient oder in Heizkraftwerken verstromt wird, beides ist möglich. Das Methan kann aber auch als Kraftstoff für Erdgasfahrzeuge oder als Chemiegrundstoff Verwendung finden. Und ganz nebenbei liefert die Biogasanlage Wärme, die in Anlagennähe genutzt werden kann. Bioenergie ist ein Allrounder - das macht sie so wertvoll."

Was sagen Sie zum Stichwort: Vermaisung?

"Wir verwenden in allen Biogasanlagen Mais, Zuckerrüben und Grassilage aus der Region und teilweise auch Mist und Gülle. Im Sinne der Nachhaltigkeit legen wir großen Wert auf die Einhaltung der Fruchtfolge und darauf, Monokulturen möglichst zu vermeiden", so Harald Felker weiter. "Am effektivsten ist aber immer noch der Mais. Dass die Pflanzung von Mais in der Öffentlichkeit zunehmend nicht gewollt ist, hat weniger rationale Gründe. Der tatsächliche Anteil für Biogas am gesamten Maisanbau beträgt nicht einmal 30 Prozent. Vermutlich liegt die Aversion der Menschen daran, dass man ständig davon hört und liest, hier würde aus Nahrungsmitteln Energie gewonnen. Tatsächlich wird aber auf deutschen Äckern hauptsächlich Viehfutter angebaut und nur ein ganz kleiner Teil als Lebensmittel."

Welchen Beitrag zur Energiewende konnte Ihr Unternehmen leisten?

"Durch die Geldanlagen der UDI-Gruppe konnten bisher 383 Windkraftanlagen, 46 Biogasanlagen, 90 Solarprojekte und ein Green Building realisiert werden. Mit diesen Energiekraftwerken erzeugen wir 1.607 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr, die rechnerisch 1,8 Millionen Menschen mit sauberer Energie versorgen und der Umwelt 1.680.815 Tonnen CO2 ersparen. Umgerechnet heißt das: Ein Anleger kann der Umwelt heute mit 10.000 Euro bereits 35 Tonnen Co2 pro Jahr einsparen", schließt Felker.

Weitere Informationen zur UDI finden Sie unter: www.udi.de
*Der Abdruck ist frei. Wir bitten um ein Belegexemplar.


Für den Inhalt ist allein der Verfasser (Informationen anzeigen) verantwortlich.

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